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by gruenenrw at flickr

„Schulfrieden zum Greifen nahe“, titelte am 17. Juni 2011 noch der „Kölner Stadtanzeiger“. „Schulfrieden ist in weite Ferne gerückt“, titelte am 22. Juni die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“. So viel Dynamik hatte die Debatte um die Schulreform in NRW, die seit inzwischen 40 Jahren mal leidenschaftlicher, mal weniger leidenschaftlich, aber immer unversöhnlich geführt wird, schon lange nicht mehr. Und das obwohl die Vorzeichen sich geändert haben: Nahezu alle Akteure, insbesondere SPD und CDU, scheinen, betrachtet man ihre öffentlichen Äußerungen, auf einen bislang ungekannten Kuschelkurs eingeschwenkt zu sein. Weiterlesen »

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Genossinnen und Genossen, meine Damen und Herren,

auch von der Seite der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW ein herzliches Willkommen auf dieser Konferenz. Als diese Tagung geplant wurde, stand – wie schon gesagt wurde – nur der erste Teil des Titels fest: 25 Jahre Tschernobyl. Der zweite Teil – ein Monat Fukushima – musste von den Veranstaltern ergänzt werden.

Im Schatten dieser Ereignisse in Fukushima ist mir in diesen Tagen ein kurzer Text von Walter Benjamin ins Gedächtnis gekommen, der mit “Über den Begriff der Geschichte” überschrieben ist. Vielleicht kennen einige die eindrückliche Metapher, die er darin benutzt: Diejenige vom Engel der Geschichte.  Weiterlesen »

erschienen in: Politische Berichte – Zeitschrift für linke Politik, April 2011

Das Thema von Arjun Appadurais Arbeit, die 2006 in den USA unter dem Titel „Fear of Small Numbers. An Essay of the Geography of Anger“ erschienen ist, bildet das Spannungsfeld zwischen ethnisierter Gewalt auf der einen Seite und der Krise des Nationalstaats zu Zeiten der Hochglobalisierung auf der anderen Seite. Der indischstämmige und in den USA lehrende Ethnologe bezeichnet dabei die „neunziger Jahre als ein Jahrzehnt extremer Gewalt, eine Zeit die in vielen Gesellschaften gekennzeichnet war durch die stete Zunahme von Bürgerkriegen und urbaner Gewalt als Teil des alltäglichen Lebens.“ Beispiele hierfür sind etwa die Genozide in Jugoslawien und Ruanda, oder auch ethnisierte Gewalt zwischen Muslimen und Hindus in Indien, immer wieder Anknüpfungspunkte Appadurais. Weiterlesen »

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